Dagmar Herzog erhält den Günther Anders-Preis für kritisches Denken
Für ihre herausragenden Studien zu Sexualität, Macht, Faschismus, Psychoanalyse und Religion im 20. Jahrhundert erhält die New Yorker Historikerin Dagmar Herzog den Günther Anders-Preis für kritisches Denken 2026. In der Pressemitteilung der Internationalen Günther Anders Gesellschaft ist zu lesen: „Neben ihrem preiswürdigen und in namhaften Verlagen publizierten Werk hat Dagmar Herzog die Jury zuletzt auch mit einem bestechenden Debattenbeitrag zum weltweiten Erstarken des Faschismus – Der neue faschistische Körper – überzeugt.“
Der Günther Anders-Preis wird seit 2018 alle zwei Jahre für herausragende Leistungen im Bereich philosophischer, kulturwissenschaftlicher und politischer Essayistik vergeben. In Erinnerung an den Philosophen, Kulturkritiker und Zeitdiagnostiker Günther Anders werden vorrangig deutschsprachige Autorinnen und Autoren und deren Werke ausgezeichnet, welche sich – in aufklärerischer Tradition – mit den Lebensbedingungen unserer gegenwärtigen Welt befassen, insbesondere mit den kulturellen, ökonomischen und technisch-medialen Umwälzungen der Zeit. Prämiert wird innovatives und originelles Denken, das mit besonderer ästhetischer Qualität einhergeht, insbesondere mit der Fähigkeit zur sprachlich klaren Vermittlung komplexer Gedanken. Der Preis ist mit 20.000€ dotiert; Finanzieller Träger des Preises ist die C.H.Beck Kulturstiftung von Wolfgang Beck in München.
Wir gratulieren Dagmar Herzog und freuen uns auf die Preisverleihung am 13. Mai 2026 im Literaturhaus München.
Weitere Veranstaltungen mit der Autorin:
9. Mai, 20:00, Club Tokonoma Frankfurt: Die neue Ästhetik des Widerstands. Im Gespräch mit Nora Haddada, Antke Antek Engel und Holm-Uwe Burgemann
13. Mai, 19:00, Literaturhaus München: Ein Abend mit Dagmar Herzog. Im Gespräch mit Christian Dries
19. Mai, 19:00, NS-Dokuzentrum München: Im Gespräch mit Paula-Irene Villa Braslavsky
20. Mai, 17:30, Hochschule für bildende Künste Dresden: Der neue faschistische Körper (Gastgeberin Kattrin Michel)
28. Mai, 18:30, Weserburg Bremen: Der neue faschistische Körper. Im Gespräch mit Martin Nonhoff
1. Juni, 18:30, Universität Zürich: Eugenische Phantasmen - Die lange Vor- und Nachgeschichte der NS-„Euthanasie“-Morde.